Beim Umzug aus einem Einfamilien- oder Reihenhaus in Dachau und im Landkreis zählen wir zweimal: einmal die Wohnetagen und einmal die Lagerflächen, also Keller, Dachboden, Garage und Garten. Beides landet auf einer Stückliste, bei der jedes Stück eine Zeile mit festem Satz bekommt. Ein durchschnittliches Haus kommt so auf 908 Euro, wobei die erste Zeile ab 119 € ausmacht und der Posten „Keller“ mit ab 79 € dazukommt.
Wohnetagen und Lagerflächen getrennt gezählt
Posten „Keller“ als eine Zeile: ab 79 €
Dachboden, Garage und Garten Stück für Stück
Zerlegen und Aufbauen je Stück: ab 19 € je Stück
Hebertshausen und Bergkirchen ohne Wegzeile
Grundposten
ab 119 €
Posten „Keller“
ab 79 €
Sperriges Stück
42 € je Stück
Montage je Stück
ab 19 € je Stück
Ein Haus mit vier Wohnräumen, Keller und Garage
Grundposten: Anfahrt, Wagen und zwei Kräfte
119 €
90 Umzugskartons zu 2 Euro
180 €
5 Kleiderboxen zu 4 Euro
20 €
12 kleine Stücke zu 6 Euro, Garten und Garage inbegriffen
72 €
10 mittlere Stücke zu 12 Euro
120 €
8 große Stücke zu 24 Euro
192 €
3 sperrige Einzelstücke zu 42 Euro
126 €
Posten „Keller“, ein Abteil als eine Zeile
79 €
Acht Zeilen für ein ganzes Haus
ab 908 €
Die 90 Kartons sind der größte Einzelposten dieser Liste und machen 180 Euro aus. Der Grundposten fällt dagegen kaum auf, er trägt noch ein Achtel der Summe.
Warum ein Haus mehr Zeilen hat als eine Wohnung derselben Größe
Ein Reihenhaus mit 110 Quadratmetern Wohnfläche und eine Vierzimmerwohnung mit 110 Quadratmetern sind gleich groß und ergeben trotzdem verschieden lange Listen. Der Unterschied steht nicht in den Wohnräumen, sondern daneben: Das Haus hat einen Keller über die ganze Grundfläche, einen Dachboden, eine Garage und einen Garten. Vier Flächen, in denen sich zwanzig Jahre lang ablegen ließ, was keinen Platz in der Wohnung hatte.
Dazu kommt, dass Häuser andere Stücke beherbergen. Eine Werkbank, eine Leiter, ein Rasenmäher, vier Gartenstühle, zwei Fahrräder, ein Hochbeet, Winterreifen. Keines dieser Stücke ist teuer in der Liste, die meisten sind Kleinteile zu 6 Euro. In der Menge machen sie aber den Unterschied: zwanzig solche Zeilen sind 120 Euro, und eine Wohnung hat sie schlicht nicht.
In Hebertshausen, Bergkirchen und Schwabhausen haben fast alle Häuser Keller und Dachboden, in Bergkirchen meist noch eine Garage dazu. Wer dort zählt, zählt deshalb von vornherein mit zwei Listen im Kopf, und wir schreiben das Aufmaß entsprechend auf: oben die Wohnetagen, unten die Lagerflächen.
Der erste Durchgang: die Wohnetagen
Im Wohnbereich wird wie in einer Wohnung gezählt, nur über mehr Geschosse. Wir gehen Raum für Raum und notieren zuerst die Stücke, die zwei Leute brauchen, dann die, die einer trägt, dann die Kartons. Küche und Bad bringen in einem Haus kaum Möbel, dafür viele Kartons; Kinderzimmer bringen viele Kleinteile und wenig Masse.
Was die Hausliste im Wohnbereich prägt, sind die sperrigen Stücke. Eine Schrankwand, eine Eckcouch, ein Esstisch für acht Personen und eine Kühl-Gefrier-Kombination stehen mit je 42 € je Stück auf der Liste. Drei solche Zeilen sind 126 Euro, und sie sind der Punkt, an dem sich Häuser von Wohnungen am stärksten unterscheiden. In einer Zweizimmerwohnung kommt oft keine einzige vor.
Kleidung wird in einem Haus meist über zwei Etagen verteilt gelagert, im Schlafzimmer und in einer Abstellkammer. Wir zählen die laufenden Meter Kleiderstange zusammen, nicht die Räume. Fünf Kleiderboxen zu 4 Euro sind 20 Euro, und damit bleibt Hängendes hängen.
Der zweite Durchgang: Keller, Dachboden, Garage, Garten
Der Keller ist der einzige Raum, der beim Umzug nicht einzeln gezählt wird. Für ein Abteil bis 6 Quadratmeter steht der Posten „Keller“ mit ab 79 € als eine einzige Zeile auf der Liste, und was darin liegt, bleibt ungezählt. Das ist bei einem Haus oft die günstigste Zeile überhaupt, denn ein Hauskeller sammelt Dinge, deren Einzelzählung länger dauern würde als ihr Transport.
Für den Dachboden gilt das ausdrücklich nicht. Einen Pauschalposten für den Dachboden gibt es in der Umzugsliste nicht, dort wird Stück für Stück aufgeschrieben: Koffer, Kisten, Christbaumschmuck, das alte Gitterbett. Das klingt mühsamer, als es ist, weil auf einem Dachboden fast alles in Kartons und Kleinteile fällt und selten etwas Großes.
Garage und Garten werden wie der Dachboden gezählt. Fahrräder, Gartenstühle, Werkzeugkisten und der Grill sind Kleinteile, die Werkbank und der Gartentisch sind mittlere Stücke, der große Geräteschrank ist ein großes. Wer vorher weiß, was mitkommt und was der Nachmieter übernimmt, verkürzt diesen Durchgang auf wenige Minuten.
Vier Faustzahlen für die Lagerflächen
Ein Hauskeller mit normalem Regalbestand ergibt 15 bis 25 Kartons, zusätzlich zum Posten für das Abteil.
Ein ausgebauter Dachboden mit Kisten ergibt 20 bis 40 Kartons und selten mehr als zwei große Stücke.
Eine Einzelgarage mit Werkbank ergibt 10 bis 15 Kleinteile und 2 bis 3 mittlere Stücke.
Eine Terrasse mit Sitzgruppe ergibt 6 bis 8 Kleinteile, der Tisch zählt als mittleres Stück.
Wo sich beim Haus am häufigsten verzählt wird
Die Abweichung zwischen Selbstzählung und Aufmaß liegt beim Hausumzug fast immer an derselben Stelle, und das ist nicht das Wohnzimmer. Es ist die Garage. Dort steht vieles, das man täglich sieht und deshalb nicht mehr wahrnimmt, und kaum jemand rechnet die Winterreifen, den Dachgepäckträger und die drei Farbeimer mit.
Die zweite Stelle ist der Dachboden, aber aus dem umgekehrten Grund: Dort geht man selten hin, und in der Erinnerung liegt weniger, als tatsächlich liegt. 10 Kartons mehr sind 20 Euro mehr auf der Liste, das ist zu verkraften. Unangenehm wird es nur, wenn der Wagen deshalb nicht reicht, und genau das verhindert der zweite Durchgang.
Was über die Stückzeilen hinaus berechnet wird, steht beim Hausumzug vollständig im Angebot: Montage, Küchenschränke, Packhilfe, jede Leistung mit eigener Zeile. Nach dem Umzugstag ergänzen wir keine Zeile, die Sie nicht selbst bestellt haben.
Zeilen für Schrauben und Schlüssel
In einem Haus steht mehr Montagearbeit an als in einer Wohnung, weil mehr Schränke eingebaut sind und mehr Betten in engen Räumen stehen. Zerlegen und am Ziel wieder aufbauen ist eine eigene Zeile mit ab 19 € je Stück. Das Stück selbst bleibt dabei auf seiner eigenen Zeile stehen, es zählt also zweimal: einmal als Transport und einmal als Arbeit.
Für Küchen gilt eine eigene Zeile je Schrank: Ab- und wieder Aufsetzen kostet ab 16 € je Stück, und bei einer Hausküche mit zwölf Ober- und Unterschränken ist das ein Posten, den man vorher sehen will. Den Anschluss von Strom, Wasser und Gas macht ein Fachbetrieb, das steht nicht auf unserer Liste und soll dort auch nicht stehen.
Bleibt etwas im alten Haus zurück, weil die neue Wohnung kleiner ist, lässt sich das in derselben Runde beziffern. Räumen ist allerdings eine zweite Liste mit eigenen Sätzen, beginnend beim Grundposten mit ab 139 €. Beide Listen entstehen beim gleichen Rundgang, bleiben aber getrennt, damit jede für sich nachrechenbar ist.
Was welcher Raum zur Hausliste beiträgt
Die Tafel darunter ordnet jedem Raum zu, wie dort gezählt wird und mit welchen Sätzen zu rechnen ist. Sie ist als Vorlage für den eigenen Rundgang gedacht: eine Spalte je Raum, und am Ende steht die Zeilenzahl, die wir für das Angebot brauchen.
Wichtig ist nur die Unterscheidung in der mittleren Spalte. Wo „Stück für Stück“ steht, zählt jedes Teil einzeln. Wo ein Posten genannt ist, ersetzt eine Zeile den ganzen Raum. Diese Grenze verläuft im Haus genau einmal, nämlich an der Kellertür.
Wie im Haus gezählt wird, Raum für Raum
Raum oder Nebenfläche
Wie dort gezählt wird
Typische Zeilen und ihre Sätze
Wohnzimmer
Stück für Stück, Kartons nach Regalmetern
Schrankwand 42 € je Stück, Sofa 24 € je Stück
Küche
Schränke einzeln, Inhalt in Kartons
Küchenschrank ab 16 € je Stück, Karton 2 € je Stück
Schlafzimmer
Möbel einzeln, Kleidung hängend in Boxen
Doppelbett 24 € je Stück, Kleiderbox 4 € je Stück
Kinderzimmer
Stück für Stück, viele Kleinteile
Regal 6 € je Stück, Schreibtisch 12 € je Stück
Keller
nicht einzeln, ein Posten für das Abteil
Posten „Keller“ ab 79 €
Dachboden
Stück für Stück, dafür gibt es keinen Posten
Karton 2 € je Stück, Kleinteil 6 € je Stück
Garage und Garten
Stück für Stück, Geräte als Kleinteile
Gartenstuhl 6 € je Stück, Werkbank 12 € je Stück
Mehrwertsteuer inbegriffen. Zwischen dieser Tafel und Ihrer Rechnung liegt genau ein Schritt, und das ist das Zählen.
Fragen zum Zählen beim Hausumzug
Nachgezählt
Warum ist die Hausliste länger als die Liste einer gleich großen Wohnung?
Weil vier Flächen dazukommen, die eine Wohnung nicht hat: Keller über die Grundfläche, Dachboden, Garage und Garten. Die Wohnräume ergeben in beiden Fällen ähnlich viele Zeilen. Der Unterschied sind die Lagerflächen, und der liegt bei einem durchschnittlichen Haus bei 150 bis 250 Euro, verteilt auf viele kleine Zeilen.
Wird der Dachboden wie der Keller pauschal abgerechnet?
Nein. Der Posten für ein Kellerabteil gilt beim Umzug nur für den Keller. Der Dachboden wird Stück für Stück gezählt, weil seine Grundfläche und seine Zugänglichkeit zu unterschiedlich sind. Praktisch heißt das: viele Kartons zu 2 Euro, eine Handvoll Kleinteile zu 6 Euro und selten mehr. Für den Dachboden eine Pauschale zu nennen, die niemand nachrechnen kann, wäre das Gegenteil dieser Preisliste.
Unser Keller ist eine halbe Werkstatt. Reicht dafür die eine Zeile?
Der Posten gilt für ein Abteil bis 6 Quadratmeter mit ungezähltem Inhalt. Ein großer Hauskeller mit Werkbank, Regalwand und Maschinen liegt darüber, und dann zählen wir wie in einem Wohnraum: Werkbank und Regale als Möbelstücke, Werkzeug und Schrauben in Kartons. Was von beidem für Sie günstiger ist, sagen wir beim Aufmaß und schreiben die günstigere Variante ins Angebot.
Zählt der Garten mit, und was ist mit Pflanzen?
Gartenmöbel, Geräte, Grill und Werkzeug zählen mit und fallen fast alle in die Klasse der Kleinteile zu 6 Euro. Pflanzkübel zählen ebenfalls als Stücke, allerdings nach Gewicht: Ein Kübel, den zwei Leute tragen müssen, ist ein großes Stück. Erde, Steine und Rasenschnitt nehmen wir im Umzug nicht mit, dafür ist Räumen der richtige Weg.
Wir ziehen von Bergkirchen nach Dachau. Ändert die Strecke die Liste?
Nein, und zwar aus einem einfachen Grund: Bergkirchen liegt 7,2 Kilometer von Dachau entfernt, die Fahrt dauert zehn Minuten. Alles unter 25 Kilometern steckt im Grundposten, es kommt also keine Wegzeile dazu. Dasselbe gilt für Hebertshausen mit 4,8 Kilometern, Karlsfeld mit 5,5 Kilometern und für Schwabhausen.
Müssen wir vorher alles selbst packen?
Nein, aber es verändert die Liste. Wer selbst packt, zahlt nur die Kartonzeilen zu 2 € je Stück. Wer uns packen lässt, bekommt dazu die Packhilfe mit ab 3 € je Stück, gerechnet je gepacktem Karton. Bei 90 Kartons ist das ein Betrag, den man vorher kennen will, deshalb steht er als eigene Zeile im Angebot und nicht im Kleingedruckten.