Warum für diese Leistung kein Satz in der Preisliste steht
Unsere ganze Abrechnung hängt an einer einzigen Eigenschaft: man kann sie vorher zählen. Kartons, Möbelstücke, Schränke, Listenzeilen. Eine Wohnungsreinigung hat diese Eigenschaft nicht. Zwei gleich große Wohnungen in derselben Hauszeile in Augustenfeld können sich im Reinigungsaufwand um das Dreifache unterscheiden, je nachdem, wie lange jemand darin gewohnt hat und ob geraucht wurde.
Wir könnten einen Pauschalsatz hinschreiben. Dann wäre er für die Hälfte der Fälle zu hoch und für die andere Hälfte zu niedrig, und im zweiten Fall würde am Ende nachgefordert. Genau das ist der Mechanismus, den diese Site vermeiden soll. Also lassen wir die Zeile leer, bis wir die Wohnung gesehen haben.
Was Sie dafür bekommen, ist eine bezifferte Zeile vor der Zusage. Beim Rundgang, bei dem auch Ihre Stückliste entsteht, sehen wir die Böden, die Fenster, das Bad und die Küche an und nennen Ihnen einen Betrag für die Reinigung. Der steht dann im Angebot, und danach kommt nichts dazu.
Was besenrein heißt
Besenrein ist der Zustand, den die Rechtsprechung von einem ausziehenden Mieter in der Regel erwartet, und er ist enger gefasst, als die meisten denken. Die Wohnung ist leer. Alle Gegenstände sind heraus, auch die aus Keller, Dachboden, Abstellraum und Garage. Die Böden sind gefegt oder gesaugt, grober Schmutz und lose Reste sind weg. Dübel und Haken sind entfernt, offensichtliche Löcher verschlossen.
Was nicht dazugehört, ist alles Nasse und alles Feine. Kein Wischen mit Reinigungsmittel, kein Entkalken von Armaturen und Duschwänden, keine Fenster samt Rahmen und Falz, keine Fugen, kein Backofen, keine Heizkörperzwischenräume, kein Streichen. Das ist keine Einschränkung, die wir uns ausgedacht haben, sondern die Trennlinie zwischen besenrein und einer Übergabereinigung.
Diese Trennlinie ist der Grund, warum wir sie hier so ausführlich nennen. Wer von uns besenrein bekommt und beim Vermieter eine Feinreinigung schuldet, hat ein Problem, das sich mit einem Satz beim Rundgang vermeiden lässt. Schauen Sie in Ihren Mietvertrag und sagen Sie uns, was dort steht, bevor wir das Angebot schreiben.
Besenrein und was darüber hinausgeht
- Besenrein: alles heraus, Böden gefegt, lose Reste entfernt
- Besenrein: Dübel und Haken heraus, auffällige Löcher verschlossen
- Darüber hinaus: Böden nass wischen, Sockelleisten abwaschen
- Darüber hinaus: Bad entkalken, Fliesen und Fugen, Duschwand
- Darüber hinaus: Fenster mit Rahmen und Falz, Backofen, Rollladenkästen
Was ein Stück ist und was Schmutz
An der Grenze zwischen Reinigung und Räumung entsteht die häufigste Unklarheit, und sie lässt sich mit einer Frage lösen: Hat das Ding eine Zeile? Ein Teppichboden, der herausgerissen werden soll, ist ein Stück und bekommt eine Zeile, und zwar als Kleinteil mit 8 € je Stück. Der Staub darunter ist Schmutz und gehört zum Fegen.
Dasselbe gilt in der Küche. Eine zurückgelassene Spüle, ein alter Herd, eine Hängelampe: Gegenstände, also Zeilen. Fettfilm auf der Fliesenwand: Reinigung. Ein voller Mülleimer ist eine Zeile, ein Krümelrest auf dem Boden nicht. Diese Unterscheidung klingt pedantisch, sorgt aber dafür, dass niemand hinterher über die Rechnung diskutiert.
Im Keller und auf dem Dachboden ist die Grenze besonders wichtig, weil dort meistens beides zusammenkommt. Für ein vollständig geräumtes Kellerabteil steht bei uns ein Posten als eine Zeile auf der Räumliste, ab 119 €, und besenrein ist darin enthalten. Was dort nach dem Räumen an Feuchteschäden an der Wand sichtbar wird, ist dagegen ein Fall für den Vermieter und nicht für unseren Besen.
Die Übergabe und wie Sie sie unbeschadet überstehen
Vereinbaren Sie den Übergabetermin nicht auf denselben Tag, an dem geräumt wird, sondern auf den Tag danach. Das klingt banal, verhindert aber den häufigsten Streit: Der Vermieter steht in der Wohnung, während die letzten Stücke noch im Flur stehen, und findet dann naturgemäß Mängel.
Fotografieren Sie jeden Raum, nachdem wir fertig sind, und zwar mit Datum. Vier Bilder je Zimmer, einmal in jede Ecke, dazu Bad, Küche, Keller und Garage. Das ist die Dokumentation, die später zählt, wenn über die Kaution gesprochen wird. Wir machen diese Bilder bei jedem Räumauftrag auch selbst und stellen sie Ihnen zur Verfügung.
Beim Räumen gehen wir mit Ihnen vor dem Abfahren noch einmal durch alle Räume und haken die Liste gemeinsam ab. Jede Zeile, die abgehakt ist, ist erledigt, und jede nicht abgehakte Zeile reden wir aus, bevor der Wagen losfährt. Der zweite Besuch wegen einer vergessenen Kiste im Dachboden ist teuer und vermeidbar.
- Übergabetermin einen Tag nach dem Räumtag legen
- Mietvertrag lesen: steht dort besenrein oder eine Reinigung?
- Mit uns beim Rundgang den Reinigungsaufwand beziffern
- Nach dem Räumen jeden Raum fotografieren, mit Datum
- Liste gemeinsam abhaken, bevor wir abfahren
Nach dem Umzug und nach dem Räumen - zwei verschiedene Fälle
Nach einem Umzug ist die Wohnung meist leer, aber nicht gefegt, und es liegen Kartonreste, Folie und Klebeband herum. Das nehmen wir mit, ohne dass es eine Zeile bekommt, denn es ist unser eigenes Material. Was darüber hinaus an Hausrat zurückbleibt, ist ein Räumposten und keine Reinigung, und das sagen wir dann auch so.
Nach einer Räumung ist der Fall anders. Dort war die Wohnung voll, und unter den Möbeln kommt vierzig Jahre Standzeit zum Vorschein: Abdrücke im Linoleum, Staubkanten an den Wänden, verfärbte Tapeten hinter dem Schrank. Besenrein wird das alles nicht verschwinden lassen, und wir behaupten es auch nicht. Wir fegen, tragen alles ab und übergeben einen leeren, nicht einen neuen Raum.
Für beide Fälle gilt dieselbe Zusage, und mit ihr schließen wir: Was wir reinigen, steht vorher als Zeile mit Betrag im Angebot. Was wir nicht reinigen, steht dort ebenfalls, nämlich als Satz darüber, dass es nicht enthalten ist. Niemand soll am Übergabetag feststellen, dass beide Seiten etwas anderes gemeint haben.